Dozenten
Musikalischer Leiter: Umberto Finazzi
Regisseur: Laura Cosso
Bühnenbild und Kostüme: Claudio Cinelli
Umberto Finazzi

Er ist in Bergamo (Italien) geboren, hat das Mailänder Konservatorium G. Verdi mit der höchsten Auszeichnung abgeschlossen und dann sein Repertoire als Solist mit K. Bogino vervollständigt. Es folgten Weiterbildungskurse auf dem Gebiet der Kammermusik mit P. Vernikov, D. Asciolla und A. Meunier.
Sein Diplom als Orchesterdirigent absolvierte er bei A. Kalmar. Jahrelang hat er bei den bedeutendsten italienischen Theatern als Korrepetitor mitgewirkt, wobei er sowohl als Pianist als auch als auch als Orchesterdirigent und als Chorleiter tätig war.
Seit 1978 hat er sehr zahlreiche Konzerte in Italien Frankreich, Deutschland, England, Schweiz, Tschechische Republik, Österreich, Holland, Südafrika, Korea, China, Taiwan und in den Vereinigten Staaten als Solist und in verschiedenen Kammermusikbesetzungen (Duo, Trio, Quartett, Quintett mit Streichern und Bläsern, mit Sänagern im Opern- und Liederrepertoire, als Orchester- und Chordirigent) gespielt und mit Künstlern wie Mirella Freni, Renata Scotto, Magda Olivero, Luis Alva, Luciana Serra, Gianandrea Gavazzeni, Donato Renzetti u.a. mitgewirkt.
Er ist Dozent für das vokale Reperoire an der "Accademia di Perfezionamento per Cantanti Lirici” des Teatro alla Scala Mailand (www.accademialascala.org) und Professor für “Aufführungspraxis und Theaterrepertoire" und "Dirigier- und Konzertiertechnik" für Pianisten am Conservatorio G. Verdi in Mailand. Er leitet Meisterkurse über die italienische Oper in Italien und im Ausland, und arbeitet mit K. Bogino an den Klaviermeisterkursen in Bergamo zusammen.
Laura Cosso

Sie studierte Theater (Scuola del Teatro Nuovo di Torino), Musik (Conservatorio di Milano) und Literatur (Facoltà di Lettere e Filosofia di Torino). Sie hat ein Gesangsdiplom und einen Magister in Musikgeschichte mit Auszeichnungen erworben.
Von Anfang an hat sie Regie und Musikwissenschaft gleichzeitig durchgeführt. 1992 hat sie die Stelle am Konservatorium für Bühnenkunst und zwei Jahre später für Musikgeschichte gewonnen. Zur Zeit ist sie Dozentin für Bühnenkunst am Conservatorio di Milano.
Sie ist als einer der wichtigsten italienischen Experten von Berlioz betrachtet.
Sie ist künstlerische Leiterin vom Novecento musicale europeo (Seconda Facoltà di Lettere, Università di Torino), hat die Regie von Opern auf Auftrag des Teatro Regio di Torino, des Teatro Regio di Parma, des Festival Ticino Musica (Schweiz) durchgeführt.
Sie ist mit multimedialem Theater beschäftigt, hat Opernproduktionen für die Jugend entwickelt und geleitet.
Zusammen mit einigen Kollegen des Conservatorio di Milano, hat sie das Opera Studio gegründet, für das sie die Regie betreut.
Neben den privilegierten Forschungen über Berlios und das französische Musikteather des XIX Jahrhunderts, hat sich Laura Cosso die Verhältnisse zwischen Musik, bildenden Künsten und Schauspiel (Guerini, Milano, 2003), Opernregie und Verdi (Atti Convegno Università di Parma, La finestra, Trento, 2001) befasst. Weitere Forschungen über die Musik nach dem 2. Weltkrieg, mit Essays über Maderna (N.R.M.I, 1991), Berio (N.R.M.I e EDT, 1995) und über das zeitgenössische Theater (Konsequenz, 1998).
Sie hat mit Luciano Berio für die CD-ROM Vicino alla musica (Editrice La Stampa, Torino, 1999) gearbeitet. Unter ihre letzten Arbeiten: Bruno Maderna: la dernière saison de l’orchestre (mit E. Napolitano), Basalte, Paris, 2009 (CNRS, Université de Paris I et de Paris VIII).
Als Musikwissenschaftlerin arbeitet sie seit vielen Jahren mit Operhäusern, Musikvereinen und italienischen und europäischen Zeitschriften zusammen. Sie nimmt and Kongressen teil, ist als Referentin zu Symposien, Fernseh- (über Luciano Berio) und Rundfunksendungen (unter anderen zum Zyklus über Berlioz am Radio Svizzera italiana) eingeladen.
Laura Cosso ist Vorstandsmitglied der FAM (Fondazione Attività Musicali di Torino), die u.a. den Turiner Teil des Festival MITO Settembre Musica betreut.
Sie hat zahlreiche Werke veröffentlicht.
Claudio Cinelli

Er ist einer der eklektischen Figuren in der Welt des italienischen Kunsttheaters. In über 35 Jahren Tätigkeit hat er ca. 50 Produktionen entwickelt und geleitet, sowohl mit seinen eigenen Truppen als auch mit Künstler verschiedener Erfahrung.
1972, mit 20 Jahren, war er einer der Hauptfiguren des Teatrolimite, einer der meist politisierten italienischen Theater jener Zeit, wo es nötig war, eine Utopie, einen Traum mitzuteilen, nicht nur im Theater sondern auch auf den Strassen und in den Fabriken, wo die Anwesenheit das Mittel zur Mitteilung von sozialen Spannungen wurde.
1982, nach den aufregenden Jahren, gründete er mit Alessandro Gigli das "Gran Teatro dei Burattini del Sole", eine Theatergruppe am Centro di Sperimentazione e Ricerca Teatrale in Pontedera (Pisa), wo er als künstlerischer Leiter bit 1986 arbeitete. In dieser Zeit, machte er verschiedene Theaterexperimente mit Schauspielern, Marionetten, Schatten und Pantomimen auf Opern wie Turandot, Traviata, Macbeth, Ivan der Schreckliche (die letzten beiden mit der Gruppe Teatrombrìa). Es ist wahrscheinlich mit der Traviata von Verdi, im Ausland auch bekannt als “Mani d’Opera” oder “One more kiss" dass Cinelli mit wenigen aber bedeutungsvollen Elementen ausdrückt, was sein persönlicher poetischer Stil wird, und Beweis dafür ist dass es in Italien und im Ausland immer noch aufgeführt wird. Von 1986 bis 1990 arbeitete er für das italienische Fernsehen und später nahm an zahlreiche Sendungen im Ausland teil.
1992 gründete er die Schauspielertruppe “Porte Girevoli” (Drehtüren), wo er immer noch der künstlerische Leiter ist. Dieser Gruppe gehören verschiedene Künstler, die Cinelli in vielen Jahren kennengelernt hat und die seine künstlerischen Ideen und sein Lebensstil teilen.
1993 produzierte diese Truppe zusammen mit dem “Todifestival” das Schauspiel über Puccini “…..Puccini en sortira!”, das anlässlich des 100. Jubiläums des Stadsschouburg in Amsterdam im September 1994 aufgeführt wurde, und da vertrat er Italien. Das Schauspiel war sofort ein Erfolg beim Publikum und bei den Kritikern.
1995 betrat Cinelli die Welt der Oper und seitdem wird er sowohl von italienischen als auch von ausländischen Opernhäusern für Produktionen, Bühnenbild und Kostüme engagiert.
Seit vielen Jahren ist er eine Persönlichkeit im Bereich des visuellen Theaters, auf einer internationalen Ebene. Er leitet Qualifikations- und Bildungskurse für Institute und Theaterschulen, er hat an ca. 500 Festivals in Italien und im Ausland teilgenommen. Er hat auch wichtige Ausstellungen entwickelt und vorbereitet.
Claudio Cinelli ist diplomierter Architekt mit einer Diplomarbeit über Geschichte und Technik des visuellen Theaters. Er hat ein Diplom für Produktion und Bühnenbild am von Virginio Puecher geleiteten Busoni Centre in Empoli erhalten.
